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Spenden ermöglichen Schule

Bericht aus inFranken.de, Autor: PETRA MALBRICH
Burggaillenreuth, Montag, 26.Sept. 2016


Das Erdbeben in Nepal hinterlässt auch eineinhalb Jahre danach noch tiefe Spuren. Um zu helfen, sammeln Elfriede und Günter Christof Spendengelder.

Spenden ermöglichen Schule Spenden ermöglichen Schule
Mit den von Elfriede und Günter Christof gesammelten Spenden konnte in Nepal eine Schule errichtet werden. Und doch wird dort noch vieles gebraucht. (Fotos privat) Elfriede und Günter Christof (rote Shirts), Gyurmi und seine Frau Yangzene oberhalb von Shyabru Besi, hoch oben im Gebirge. (Fotos privat)


Zwei Tage bevor das Erdbeben im April 2015 im Langtang Tal auch Syabru Besi in Schutt und Asche legte, kehrte Günter Christof von einer seiner Trekkingtouren in die Heimat nach Burggaillenreuth zurück. Von dem Ausmaß der Katastrophe erfuhren er und seine Frau Elfriede durch die Medien und über WhatsApp von Gyurmi, ihrem Hauptguide, der mit seinen Trägern seit 16 Jahren bei jeder Tour dabei ist.
"Es war ein Schock", sagt Günter Christof, der lange nicht darüber reden konnte, aber dann sogleich einen Rundbrief an seine Teilnehmer bei den Trekking Touren mailte und innerhalb kürzester Zeit 28 500 Euro an privaten Spendengeldern für die Erdbebenopfer in dem etwa 700 Einwohner zählenden Ort Syabru Besi aus dieser privaten Spendenaktion sammeln konnte. "Es war eine Riesenfreude, überwältigend", sagt Elfriede Christof noch immer dankbar.


Schüler brauchen Uniformen

Die Dorfschule wurde davon wieder aufgebaut und konnte kürzlich sogar eingeweiht werden. "Plötzlich kamen zehn Bilder von der Einweihungsfeier", erinnert sich der 72-Jährige, als das von ihrer Privatspendeninitiative finanzierte Projekt - der Wiederaufbau der Primary School - abgeschlossen war. "Die Kinder sind die Zukunft, sie müssen zur Schule gehen", war sich das Ehepaar Christof kurz nach dem Erdbeben sicher. Da die erste Notversorgung zum Teil in dieser Region von China übernommen wurde, entschieden sie mit dem Spendengeld den Schulaufbau zu finanzieren. Doch es fehlt noch mehr: Auch Uniformen brauchen die Kinder. Ohne Uniform dürfen sie nicht zur Schule und diese Einheitskleidung ist teuer für nepalische Verhältnisse. Zunächst waren die über 100 Kinder in einem Zelt unterrichtet worden, jetzt in den gebauten Wellblechhütten. Die blauen Plastikstühle spendierte ein schwedisches Ehepaar. Über WhatsApp wurden die Christofs vom Fortschritt der Baumaßnahmen regelmäßig durch ihren Haupt-Guide informiert. Das Ehepaar Christof im Herbst 2015 und im Juni 2016 oder andere ehemalige Trekking Teilnehmer erkundigten sich auch immer wieder vor Ort, dass die Hilfe auch dort ankommt und umgesetzt wird.
"Den Leuten war Schreckliches passiert. Sie leiden noch heute an den Folgen", erzählt Elfriede Christof. Geröllmassen gingen herunter, Menschen starben auf der Straße. In dem 1460 Meter hoch gelegenen Ort kamen die Menschen nicht mehr weg, wurden zum Teil verschüttet, viele starben. Die einzige Krankenschwester dort kam ums Leben. Nur wenige Hubschrauber wurden eingesetzt und zu allem Entsetzen gab die korrupte Regierung die Gelder nicht weiter. Die ohnehin Bedürftigen waren körperlich und psychisch geschädigt. Zudem fehlte es an allen Dingen, dafür blühte der Schwarzmarkt. "Ein Zentner Zement kostete um die zehn Euro", erzählt Elfriede Christof. Der war aber notwendig, um die Häuser wieder aufzubauen. 650 Euro wurden für eine geringe Menge an Farben für den Schulbau verlangt. Lebensmittel sind ums Zehnfache im Preis gestiegen. Selbst Matratzen, Decken, Schuhe oder einfach nur Reis waren Mangelware. Die betroffenen Menschen lebten in Zelten. Auch an den Tankstellen standen die Autos Schlange. "Ein halbes Jahr danach noch", sagt Christof. Die Leute dort versorgen sich selbst, bauen ein wenig Gemüse im Garten an, verkaufen Honig, Kartoffeln oder Selbstgestricktes. Manche führen ein "Hotel" mit wenigen Betten, denn hauptsächlich leben die Menschen dort vom Tourismus. Der hat sich von dem Erdbeben noch nicht erholt.


Familien wandern ab

"Den Eingang zum Langtang Tal bewachet das Militär", erklären die Christofs. Man hat Angst, dass etwas passiert in den Geröllmassen, sobald die Erde wieder rumort. Um Bedarfsartikel zu kaufen, müssen die Menschen eine Tagesreise nach Kathmandu, der Hauptstadt, in Kauf nehmen. Auch um Medikamente zu erhalten.
"Wie sie das machen, ist uns ein Rätsel", sagt Elfriede Christof bewundernd über die genügsamen Menschen, die das Schicksal nehmen, wie es eben kommt. Auch die Kinder. "Sie sind lieb, anhänglich, offen und haben glücklich gestrahlt, als sie die Schuhe, Süßigkeiten und Kleidung erhalten haben", freuen sich Christofs. Denn auch das wurde von dem Spendengeld gekauft. Die meisten Familien haben mehr als vier Kinder. "Viele Familien wandern ab, weil es dort oben kein Auskommen mehr gibt", berichtet Christof. Nun will das Ehepaar im März wieder mit Hilfsmaterialien nach Syabru Besi und hofft auf Spendengelder, um Stühle, Bänke, Tische, Tafeln, Kartenmaterial oder die dringend benötigten Uniformen besorgen zu können und den Kindern damit die Zukunft zu sichern. Es wurden und werden auch in Zukunft die Spendengelder zu einhundert Prozent transferiert und eingesetzt.


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